November 8, 2010

FOCUS-MONEY REDAKTEUR JENS MASUHR: PLAGIATOR!

Okay, wie sich herausstellt, ist in dem Artikel von Focus-Online, geschrieben von ihrem Redakteur Jens Masuhr, über Google ein Fehlverhalten drinnen, welches eigentlich sofort zu einer Abmahnung oder zur Kündigung führen sollte.

Es ist dieser Satz.
Das Ergebnis: Die Kalifornier drücken die Quote auf knapp zweieinhalb Prozent. „Und das“, so Martin Sullivan, ehemaliger Steuerexperte beim US-Treasury Department, „obwohl Google überwiegend in Hochsteuerländern operiert, in denen die durchschnittliche Rate weit über 20 Prozent liegt.“

Haben wir's gesehen? Es ist ein Zitat. Ein Zitat in einem journalistischen Artikel – sofern es nicht mit einer Quellenangabe versehen ist – bedeutet, dass der Verfasser des Artikels mit der entsprechenden Person gesprochen hat. Nun sind weder im Artikel selbst noch am Ende des Artikels die Quellen angegeben.

Wozu auch?

Wenn man es als Focus-Redakteur sich so einfach gemacht hat, das entsprechende Zitat wortwörtlich aus dem Original-Artikel von Bloomberg News zu klauen, wo es sich auf English so anhört. Und zwar am 21. Oktober... also 18 Tage (!) vor der Veröffentlichung von Masuhrs Artikel!
 "It’s remarkable that Google’s effective rate is that low,” said Martin A. Sullivan, a tax economist who formerly worked for the U.S. Treasury Department. “We know this company operates throughout the world mostly in high-tax countries where the average corporate rate is well over 20 percent.”

Wow. Jens Masuhr kann übersetzen! Ich bin begeistert, daß das alleine heutzutage schon ausreicht, einen Job als Redakteur zu haben. Und es dann so hinzustellen, daß er selber mit Martin Sullivan gesprochen hat.

Willkomen, Focus-Online. Zu der Zunft der journalistischen Diebe.